Flummis, Führungen und verpasste Chancen: Spissinger beim medifit-Cup in Schwentinental

Direkt gegen den Zweitgesetzten, unkontrollierbare Bälle bei Hitze und ein Finale, das er dreimal in der Hand hatte – Matthias Spissinger berichtet persönlich vom medifit-Cup in Schwentinental.
Manchmal schreibt das Turnierschema Geschichten, die man sich nicht ausdenken kann. So geschehen beim medifit-Cup in Schwentinental, wo unser Vereinsmitglied Matthias Spissinger dieses Wochenende antrat – und sich gleich im ersten Match eine ordentliche Portion Pech einhandelte. Weil er selbst der beste Erzähler seiner Geschichte ist, geben wir das Wort direkt an ihn weiter.
Erstes Spiel – Viertelfinale Hauptrunde: Auslosung mit Tücken
Die Auslosung war keine Freundin: Direkt im Viertelfinale der Hauptrunde wartete mit Martin Bromba der an zwei gesetzte Nordliga-Spieler. Gleichzeitig machte die spontan einsetzende Hitze die Bälle zu einer eigenen Herausforderung – Spissinger spricht von echten „Flummis", die sich nur schwer kontrollieren ließen. Dazu eine längere Verletzungspause, die erst einmal überspielt werden wollte.
„Pech bei der Auslosung und direkt gegen den an zwei gesetzten Nordliga-Spieler Martin Bromba. Probleme nach längerer Verletzungspause rein zu kommen und die Bälle waren wegen der spontanen Hitze absolute Flummis."
Das Ergebnis: 3:6, 2:6. Klingt deutlich – war es nach Einschätzung des Spielers nicht zwingend. „Hätte auch etwas enger ausgehen können", bilanziert er trocken. Manchmal erzählt die Anzeigetafel eben nicht die ganze Geschichte.
Zweites Spiel – Halbfinale Nebenrunde: Endlich Fluss
In der Nebenrunde lief es dann wie geschmiert. Ein klarer Sieg gegen einen Gegner, der erst drei Jahre Tennis spielt, dabei aber bereits LK 14 vorweisen kann – eine beachtliche Entwicklung. Spissinger ist beeindruckt, auch wenn er auf dem Platz keine Gnade zeigte:
„Habe alles getroffen und endlich wieder den Ball im Schläger gespürt."
Und an seinen Kontrahenten richtet er eine sportlich-herzliche Kampfansage: „Er spielt erst drei Jahre und ist schon LK 14. Da geht noch was, Bro!" Man wünscht es ihm.
Drittes Spiel – Finale Nebenrunde: Fast, aber nicht ganz
Das Finale der Nebenrunde brachte den härtesten Brocken des Tages. Gegenüber stand ein Spieler, der in der Oberliga Niedersachsen die Nummer eins gibt und hauptberuflich als Trainer beim Verband arbeitet. Kein Selbstläufer – und doch war Spissinger nah dran. Sehr nah dran.
Dreimal führte er mit Spielball: zum 5:3, zum 5:4, zum 5:5. Dreimal ließ er die Chance liegen. Was folgte, kennt jeder Tennisspieler: der klassische Momentum-Bruch.
„Leider alles verkackt und danach komplett den Flow verloren."
Im zweiten Satz lag er schnell 1:4 zurück, kämpfte sich auf 3:4 heran – wieder Spielbälle, wieder ungenutzt. Am Ende eine knappe Niederlage, aber kein schlechtes Gefühl:
„Immer wieder Chancen zurück zu kommen. Leider nicht mehr so fokussiert wie zu Beginn des Matches und nach gutem Fight knapp verloren. Sehr fairer und netter Gegner. Hat Spaß gemacht und war ein super Spiel."
Fazit: Gut angespielt, Blick nach vorne
Drei Matches, eine Entwicklungskurve nach oben – das ist die ehrliche Bilanz aus Schwentinental. Spissinger selbst fasst es so zusammen:
„Im Laufe des Turniers wurde es immer besser. Gute Vorbereitung für die Teamspiele demnächst und endlich mal wieder ohne Schmerzen gespielt."
Der nächste Schritt ist bereits geplant: Anfang Juni soll der Titel bei den Mecklenburg-Vorpommern Meisterschaften verteidigt werden – und die gute Ranglistenposition gleich mit. Das eigentliche Saisonziel danach ist bekannt: die Herren-40-Spiele im Juni. Mit dem finalen Schlusswort des Spielers: „Bamo!"
Zum Turnier selbst gibt es nur Lob:
„Sehr schönes Turnier. Super Orga. Nächstes Jahr hoffentlich wieder. Besten Dank!"