TSC Viktoria Wilhelmsburg e.V.
← Zur Übersicht „Aktuelles“
Mannschaften

Knappes 4:5: Die Herren 40 II geben Rissen II erst nach hartem Kampf den Vortritt

Die Herren 40 II empfingen den THK Rissen II zu einem längst überfälligen Nachholspiel. Wieder haben die Doppel die Entscheidung gebracht.

Ein Sonntagmorgen auf der Anlage des SV Wilhelmsburg – eigentlich die beste Zeit der Woche. Die Herren 40 II empfingen den THK Rissen II zu einem längst überfälligen Nachholspiel, und was folgte, war ein Heimspiel mit Dramatik, Licht und Schatten – und am Ende einer knappen 4:5-Niederlage.

  

Einzel: Drei zu drei – und doch zwei Welten

Im Einzel trennten sich beide Teams mit 3:3. Auf dem Papier Gleichstand, auf dem Platz ein echter Geschichtenbogen. Den Löwenanteil des Viktorier-Abends lieferte Olaf Dierks, der seinen Gegner Daniel Wolff (LK 14,4 – nominell der deutlich besser eingestufte Spieler) in ein echtes Drei-Satz-Abenteuer mitnahm: Ersten Satz per Tie-Break gewonnen, zweiten 1:6 abgegeben, dann im Match-Tie-Break mit 10:7 die Nerven behalten. In Fachkreisen nennt man das „Charakter zeigen". Auf Wilhelmsburger sagt man einfach: Olaf, du hast uns stolz gemacht.

Souveräner unterwegs waren Zoltán Pataki (6:3, 6:2) und Hauke Kleinschmidt, der seinen Gegner Nils Kornmacher mit einem glatten 6:1, 6:0 in tennistechnischen Urlaub schickte. Dieser Sonntag dürfte bei Herrn Kornmacher möglicherweise nicht im persönlichen Highlight-Reel landen.

Auf der anderen Seite des Tableaus: Timo Pe (1:6, 1:6), Christian Schulz (1:6, 4:6) – immerhin zeigte das 4:6 im zweiten Satz, dass noch jemand da war – und, in aller journalistischen Ehrlichkeit, auch Sebastian Wetzel (1:6, 2:6). Das 2:6 im zweiten Satz ist dabei weniger Aufholjagd als ein freundlicher Beweis dafür, dass man noch auf dem Platz stand. Immerhin.

  

Doppel: Hier fiel die Entscheidung

Das Einzel-Remis hatte Hoffnung auf mehr geweckt. Die Doppel holten alle wieder auf den Boden. Einzig André Schwarz und Hauke Kleinschmidt holten mit einem kämpferischen 7:5, 6:4 den Punkt für Viktoria – und zeigten dabei, dass das Einzel-Momentum von Kleinschmidt kein Ausrutscher war. Das Duo Dierks/Pataki verlor 5:7, 2:6, Pe/Schulz mussten sich mit 1:6, 1:6 geschlagen geben. 1:2 in den Doppeln – und damit war das Match entschieden. Die Gesamtbilanz lautet 65:88 Spiele. Die Zahlen lügen nicht, aber sie erzählen auch nicht die ganze Geschichte.

Ein Wort zu den Gästen

Sieg hin oder her – über die Mannschaft des THK Rissen II lässt sich Schönes berichten: ausgesprochen angenehme Zeitgenossen, fair auf dem Platz und gesellig danach. So soll das sein im Amateursport. Man freut sich auf das Wiedersehen – wenn die Vorzeichen dann hoffentlich andere sind.

Fazit

4:5 klingt knapper als es sich anfühlt, und vielleicht ist das der Trost dieses Tages. Im Einzel war man mit Rissen auf Augenhöhe, in den Doppeln fiel die Entscheidung.

Wer auf die Einzelsiege von Dierks, Pataki und Kleinschmidt schaut, der weiß: Das Potenzial ist da. Jetzt müssen die Doppel nachziehen. Nächster Versuch: bald.