Geheimwaffe gezückt, Sieg entglitten – 3:6 gegen SC Union 03 IV

Der Saisonauftakt der Herren 40 II endet mit einer 3:6-Niederlage gegen SC Union 03 IV. Nach einem 3:3 in den Einzeln versagten den Doppeln leider die Nerven.
Der Saisonauftakt der Herren 40 II endet mit einer 3:6-Niederlage gegen SC Union 03 IV. Nach einem 3:3 in den Einzeln sollte Neuzugang Zoltán als Geheimwaffe in den Doppeln entscheiden – der Plan ging nicht auf.
SC Union 03 – dieser Name hat in Wilhelmsburg schon eine kleine Geschichte. Noch im Mai musste sich unsere Herren-Mannschaft nach hartem Kampf mit einem knappen 4:5 beim SC Union 03 geschlagen geben. Am Sonntag war es nun die Herren 40 II, die ihre erste Begegnung der Saison ausgerechnet gegen die vierte Mannschaft desselben Vereins bestritt. Der Rivale aus Ottensen weiß offenbar, wie man gegen Viktoria-Teams spielt.
Dabei fing der Morgen gut an – und der erste Satz des Tages war noch besser.
Einzeln: Drei gegen drei, und alles offen
Sechs Matches, sechs Geschichten. Das Ergebnis nach den Einzeln: 3:3 – ein Remis, das dem Spielgeschehen durchaus gerecht wurde, denn die TSC-Seite lieferte ab, wo sie liefern musste.
Olaf Dierks eröffnete standesgemäß: 7:5, 6:2 gegen Ghiasi – konzentriert, abgebrüht, der Erfahrung seines Listenplatzes entsprechend. Claudius Strack zog nach und ließ Amann mit 6:3, 6:4 keine echten Chancen. Und Hauke Kleinschmidt stemmte sich in einem engen ersten Satz durch den Tiebreak, um Reichwald letztlich 7:6, 6:4 zu bezwingen – besonders verdient, weil nicht geschenkt.
Auf der anderen Seite kassierte Timo Pe gegen Schlott eine knappe 6:7, 1:6-Niederlage, Sebastian Wetzel unterlag Lask in zwei klaren Sätzen, und Christian Schulz verlor ein Drama in drei Akten: nach 0:6 und 6:4 führte der Match-Tiebreak gegen Lüssmann schließlich 4:10 aus TSC-Sicht. Hätte er den Match-Tiebreak gewonnen, wäre der Gesamtstand vor den Doppeln bereits 4:2 für die Viktoria gewesen. Aber so ist Tennis.
3:3 nach Einzeln. Alles offen. Alles möglich. Die Doppel würden entscheiden.
Der Joker: Zoltán kommt
An dieser Stelle trat die Taktik auf den Plan. Wetzel – in den Einzeln selbst im Einsatz – trat für die Doppel zurück und machte Platz für den Neuzugang: Zoltán Pataki, ungarischer Passport, unbekannte Qualität für den Gegner, kurz: die Geheimwaffe. Der Plan war klar: Dierks, der stärkste Mann im Kader, gemeinsam mit dem Überraschungsgast auf Position eins – ein Gespann, das den Knoten lösen sollte.
Es wäre eine schöne Geschichte geworden.
Doppel: Fast, aber nicht ganz
Das erste Doppel lieferte alles, was der Amateursport zu bieten hat. Dierks und Pataki führten den ersten Satz 6:4 – der Plan schien aufzugehen. Im zweiten Satz wendete sich das Blatt: 3:6 für den Gegner, Match-Tiebreak. Was folgte, war eines jener Minidramen, die den Sonntag im Tennisclub ausmachen. Punkt für Punkt, kein klarer Favorit, alles hängt am seidenen Faden. Am Ende hieß es 8:10 – knapper geht es kaum, und doch: der Punkt blieb drüben.
Damit war das Vorhaben gescheitert, bevor die anderen Doppel ihre Geschichte erzählen konnten. Strack/Schulz verloren 1:6, 6:7 – der zweite Satz wieder ein Tiebreak, wieder die falschen Seiten. Pe/Kleinschmidt unterlagen 4:6, 1:6. Doppel-Bilanz: 0:3. Gesamtergebnis: 3:6.
Tabelle und Ausblick
Der Saisonauftakt ist damit verloren, die Herren 40 II stehen mit 0:2 Punkten am Tabellenende. SC Union 03 IV – von dem der Vorbericht noch einen holprigen Start in die Saison zitiert hatte – hat sich mit diesem Sieg rehabilitiert und klettert auf 2:2 Punkte.
Fairerweise muss man sagen: Die Niederlage ist ärgerlich, aber sie ist kein Einbruch. Die Einzelpunkte wurden redlich erkämpft, der Einsatz stimmte, und das Experiment Zoltán scheiterte am seidenen Faden eines Match-Tiebreaks. Das kann die nächste Woche besser machen – und Wetzel darf dann vielleicht wieder mitspielen.
Kopf hoch, Herren 40 II. Der erste Aufschlag der Saison war nur der erste.